Don’t feed the Sarrazin

Der selbsternannte Experte in Sachen Integration und Sozialstaat hat also eine Hetzschrift fabriziert, deren Inhalt allerdings niemanden überraschen dürfte. Schließlich ist seine Meinung zum Thema bereits seit längerem berüchtigt. Auch, dass seine kruden Thesen jedweder statistischen Grundlage entbehren, verwundert kaum. Thilo Sarrazin lebt längst in seiner eigenen kleinen Welt, und die dreht sich – wie bei allen Narzisten – um ihn selbst.

Die von ihm mit Sicherheit einkalkulierte Empörung schlägt nun wieder einmal hohe Wellen und kommt seinem Selbstdarstellungstrieb sicher wie gerufen. Außerdem wird jeder Versuch eines Parteiausschlusses, jede Disziplinarmaßnahme seitens der Bundesbank die Auflage seines Buches nach oben schnellen lassen und ihm die Verschwörungstheoretiker vom rechten Rand in die Arme treiben, die sowieso der Meinung sind, dass ihre Theorien die einzige Rettung des teutschen(!) Volkes darstellten und nur unterdrückt würden, weil die „herrschende Klasse“ von „Gutmenschen“ unterwandert sei.

Anstatt diese Behauptungen auch noch zu unterstützen, sollte man dem Selbstdarsteller die für ihn sicher schlimmste Strafe zuteil werden lassen: ihn für den Rest seines vor Gesellschaftshass triefenden Lebens mit Nichtbeachtung strafen. Denn letztendlich wird sich das Problem Sarrazin genauso verabschieden, wie er die „Migrationsproblematik“ gelöst sehen möchte: es wird sich „auswachsen“.

Update: Julia hat sich die Mühe gemacht, das Weltbild dieses Polemikers in einem herrlichen Artikel detailliert zu zerlegen. Lesenswert!

Ein Gedanke zu „Don’t feed the Sarrazin

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