INDECT oder: Die feuchten Träume der Sicherheitsfanatiker

Wer schon bei Wolle Schäubles Eskapaden den Verdacht hatte, dass hier ein Wolf im Schafspelz den Hüter unseres Grundgesetzes spielt, dem kommt beim Forschungsprojekt INDECT das kalte Grausen. Was hier – ähnlich wie beim Urheberrechtsmonster ACTA – hinter verschlossenen Türen erforscht und verhandelt wird, lässt die Vorratsdatenspeicherung wie ein handzahmes Lamm aussehen.

Weil sich die Projektteilnehmer anscheinend von Journalisten und Datenschützern “missverstanden” fühlen, wurde damit begonnen, die ersten Dokumente aus dem Netz zu nehmen – ein Schritt, dessen Wirkungslosigkeit wirklich auch dem letzten Hinterwäldler klar sein sollte. Die Piratenpartei hat sich entschieden, die gelöschten Arbeitspapiere einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, damit die Allgemeinheit nicht auf die Verlautbarungen des für die PR-Arbeit zuständigen “Ethikrats” angewiesen ist.

Zusätzlich zur Veröffentlichung der Dokumente hat man sich die Mühe gemacht, die krudesten Thesen in einer Übersicht zusammenzufassen. Wer also keine Zeit und/oder keine Lust zum Durcharbeiten der knapp 100 Seiten hat, sollte sich zumindest die Zusammenfassung zu ansehen.

Warnung: Leicht erregbaren Gemütern wird vorm Lesen die Bereitstellung eines Kotzeimers empfohlen.

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2 Gedanken zu „INDECT oder: Die feuchten Träume der Sicherheitsfanatiker

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